Sommerferien auch für Studierende!
Der Landesjugendring und seine Mitgliedsverbände fordern die Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg, das Wissenschaftsministerium und den Ehrenamtsbeauftragten der Landesregierung auf, sich für eine verbindliche, prüfungs- und veranstaltungsfreie Zeit für Studierende an Baden-Württembergs Hochschulen während der schulischen Sommerferien einzusetzen.
„Seit der Umsetzung der Bologna-Reformen an baden-württembergischen Hochschulen ist es bereits mehrfach passiert, dass Jugendleiter/-innen, die ehrenamtlich eine Ferienfreizeit leiten wollten, kurzfristig wieder absagen mussten, weil plötzlich Prüfungen oder Praktika in dieser Zeit angesetzt wurden,“ berichtet Isabel Hoever, die Vorsitzende des Landesjugendrings Baden-Württemberg. Folge dieser Studienreformen sind zeitliche Verdichtungen und eine gestiegene Zahl an Prüfungen, sodass zunehmend Prüfungen und Veranstaltungen auch in die Schul-Sommerferien gelegt werden.
„Das bringt zum einen die Jugendverbände und -ringe unter Druck, die bei ihren Ferienfreizeiten auf die Ehrenamtlichen angewiesen sind und ist zum zweiten ein großes Hindernis für das ehrenamtliche Engagement Studierender“, kritisiert Hoever. „Sollte es für Studierende nicht möglich sein, die Leitung einer Sommerfreizeit verbindlich zuzusagen, droht den Verbänden ein Mangel an Ehrenamtlichen und damit die Gefahr, dass Angebote künftig ausfallen“, erklärt Hoever. Da die meisten Freizeiten in den ersten vier Wochen der Sommerferien stattfinden, wäre dieser Zeitraum besonders relevant.
„Ehrenamtlich engagierten Studierenden darf kein Nachteil im Studium durch ihr Engagement entstehen“, argumentiert Hoever, denn vom ihrem Engagement profitieren alle: Die Engagierten selbst, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ferienfreizeiten, die Verbände, aber auch die Hochschule und die Gesellschaft allgemein."
Die Regelungen zu den prüfungs- und veranstaltungsfreien Zeiten treffen die Hochschulen selbst, darum kann der Landesjugendring mit seinem einstimmig gefassten Beschluss nur an die Verantwortlichen der Hochschulen appellieren. Den Antrag hatte das Jugendumweltbündnis (JUB) gestellt, in dem sich die Jugendverbände im Umweltbereich zusammengeschlossen haben.